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Königlich Preußische Messbild-Anstalt

Abtskapelle Schulpforta, Außenansicht von Osten

Aufnahme 1891, Abzug um 1904

Silbergelatinepapier

Abzug: 35,4 x 37,9 cm

Bildträger: 46,8 x 57,9 cm

auf Bildträger: Abtskapelle in Schulpforta. Aufnahme der

Messbild-Anstalt 1891.

Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte - Bildarchiv Foto Marburg

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Königlich Preußische Messbild-Anstalt

Abtskapelle Schulpforta, Innenansicht

Aufnahme 1891, Abzug um 1904

Silbergelatinepapier

Abzug: 35,4 x 37,9 cm

Bildträger: 46,8 x 57,9 cm

auf Bildträger: Abtskapelle in Schulpforta. Aufnahme der

Messbild-Anstalt 1891.

Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte - Bildarchiv Foto Marburg

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Die Abtskapelle Schulpforta

Die Siechen- bzw. Abtskapelle des Zisterzienserklosters Pforta (Sancta Maria ad Portam), heute im Ortsteil Schulpforte des nach Naumburg/Saale eingemeindeten Bad Kösen gelegen, wurde im ersten Viertel des 13. Jahrhunderts erbaut. Sie galt in der Zeit als die vorliegende Aufnahme entstand als ein „wahrhaftes Kleinod romanischer Bauweise“, das den Übergang zwischen den streng romanischen, ab 1137 erbauten Gebäudeteilen der Anlage und der „herrlichen Frühgotik“ des um 1251 begonnenen Kirchenchors veranschaulicht, wie der mit der Restaurierung betraute Regierungsbaumeister Max Leidich feststellte.

Die Kapelle schließt an das sogenannte Fürstenhaus des Klosters an, welches zwischen 1568 und 1575 über dem Erdgeschoss des romanischen Infirmariums, der Pflegestation für Kranke, errichtet wurde. Seit der Verlegung der Abtswohnung Anfang des 16. Jahrhunderts wurde dieser Gebäudeteil als Abtskapelle bezeichnet. Infolge der Säkularisation und der Nutzung des Klosters als Schule nach 1540 war die Abtskapelle zweckentfremdet genutzt worden und verfiel im Laufe der Zeit. Nachdem schon Karl Friedrich Schinkel und ebenso Ferdinand von Quast die Wiederherstellung gefordert hatte, entschloss man sich 1891, die Kapelle zu restaurieren. Im gleichen Jahr wurden die vorliegenden Messbilder der Abtskapelle angefertigt. Die Aufnahmen dokumentieren den historisch überlieferten Befund unmittelbar vor den umfassenden Restaurierungsmaßnahmen. Sie offenbaren den schlechten Zustand des Gebäudes und machen die später durchgeführten Ergänzungen und Änderungen nachvollziehbar. Die Messbilder dienten Leidich zudem als Vorlage für die in der Zeitschrift für Bauwesen 1893 veröffentlichten zeichnerischen Umsetzungen.

Bereits im 18. Jahrhundert war der ursprünglich apsidiale Abschluss der Kapelle verändert worden und das Dach des Chores nach Beseitigung des Dachgesimses und Aufstockung zusammen mit dem Schiff unter einen durchgehenden First gezogen worden. In den Jahren 1911-1913 wurden Teile der Innenausstattung der Kapelle neu angefertigt oder aus anderen Teilen des Klosters übernommen (vergleiche Aufnahme von 2010). Da das Vorhaben, das Kapellendach im Rahmen der Restaurierung wieder in den Ursprungszustand zu versetzen nicht umgesetzt werden konnte, zeigt auch der heutige Zustand nicht die Lösung des 13. Jahrhunderts.

 

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Zuletzt aktualisiert: 17.01.2012 · Heekyung Reimann

 
 
 
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