Der Gemälde- und Skulpturenbestand des Wallraf-Richartz-Museums
Wallraf-Richartz-Museum, Köln
Das Wallraf-Richartz-Museum zählt zu den großen Gemäldegalerien und zu den ältesten Museumsgründungen Deutschlands. Es besitzt die umfangreichste Sammlung mittelalterlicher Kölner Malerei und bietet im Zusammenhang mit gotischen Werken aus den anderen Kunstlandschaften einen fast lückenlosen Überblick über die Entwicklung der Tafelmalerei von 1300 bis 1550. Doch auch die Abteilung niederländischer und flämischer Malerei des 16. - 18. Jhs. ist von Rang. Mit der Sammlung deutscher und französischer Malerei des 19. Jahrhunderts ist ein deutlicher Schwerpunkt gesetzt.
In der mittelalterlichen Abteilung werden Bildtypen der Gotik, Altartafel, Triptychon, Andachtsbild, Bilderfolge und Epitaph gegenübergestellt. Die unmittelbare Nachbarschaft italienischer Meister (Martini, «Ugolino Lorenzetti», Daddi) zu westfälischer Tafelmalerei und niederländischen Bildern verdeutlicht den europäischen Zusammenhang und regionale Unterschiede. Zahlreiche Werke der niederländischen Tafelmalerei (Jan de Beer, Joos van Cleve, Mostaert) und die sogenannten altdeutschen Meister (Cranach, Dürer, Burgkmair) weisen auf die Weiterentwicklung spätgotischer Traditionen und den Neuansatz am Anfang des 16. Jhs. hin. Die Sammlung niederländischer und flämischer Gemälde des 16. bis 18. Jhs. zeichnet sich durch ein bemerkenswert breites Spektrum aus. Namen wie Rembrandt und Rubens, Hals und Teniers, Honthorst, Terbrugghen, Steen und Snyders und schließlich Goyen und Ruisdael zählen zum Besten nord- und südniederländischer Malerei vom Beginn bis zum Ausgang des 17. Jhs., des "Goldenen Zeitalters" in der höfischen und bürgerlichen Kultur Hollands und der spanischen Niederlande.
Einen wichtigen Akzent im Bereich der romanischen Länder setzen die Italiener: Paris Bordone, Tintoretto, Canaletto, Piazzetta und Tiepolo. Neben Einzelwerken der Franzosen Dughet, Le Nain, Rigaud, Boucher und Lancret sind die zwei großformatigen Landschaften Claude Gellées, genannt Le Lorrain, besonders hervorzuheben. Die Kunst in Spanien zu Beginn ihrer Blütezeit im 17. Jh. wird durch Bilder von Murillo, Ribera und Collantes erfahrbar.
Das 19. Jh. präsentiert alle wesentlichen Künstlerpersönlichkeiten und Kunstströmungen, vor allem aus Deutschland und Frankreich. Den Auftakt bildet hier die Malerei der Romantik (C. D. Friedrich, Koch, Schnorr von Carolsfeld, Waldmüller) und des Realismus (Menzel, Uhde, Rayski und der Kölner Leibl). Die Gemälde Leibls stellen die größte und neben München die beste Werksammlung dieses Malers dar. Gemälde von Liebermann und Slevogt stehen für die deutsche Spielart des Impressionismus. Corinth ist mit mehreren Werken vertreten. Zu den mit Gemälden vertretenen französischen Malern gehören Courbet, Renoir, Monet, Sisley, Degas, Pissarro, Caillebotte, Manet und Cézanne. Die symbolistischen Bilder von Ensor, Redon und Munch und die den Impressionismus überwindende Kunst eines Van Gogh, Gauguin und Bonnard bilden den zeitlichen Abschluß der Sammlung und leiten über zu den Kunstbestrebungen unseres Jahrhunderts.
Durch die Überweisung des größten Teils der Skulpturensammlung des Wallraf-Richartz-Museums an das 1976 gegründete Museum Ludwig ist nur ein geringer Teil des Bestandes im Wallraf-Richartz-Museum verblieben. Darunter befinden sich jedoch weltbekannte Werke von Rudolf Schadow, Rauch, Rodin, Renoir und Degas.
Diese CD-ROM umfaßt den gesamten Bestand des Wallraf-Richartz-Museums an Gemälden und Skulpturen, d. h. fast genau 2000 Inventarnummern mit insgesamt 2500 Abbildungen. Damit liegt erstmalig ein vollständig bebilderter Katalog des Museums vor.
Die Wahl des Mediums CD-ROM bzw. die Präsentation der Werke in Form einer Datenbank bewirkt, dass dieses Produkt nicht als Ersatz für einen Bestandskatalog in traditioneller Form dienen kann. Dem Benutzer wird nicht ein kommentiertes Ergebnis wissenschaftlicher Arbeit präsentiert, vielmehr erhält er das Angebot einer Sichtweise auf die wissenschaftliche Bestandsdokumentation, welche es ihm (besonders im Expertenmodus) ermöglicht, sich den Werken in der Retrievalfrage mit eigenen Fragestellungen zu nähern. Die qualifizierende Betrachtung des Rechercheergebnisses ist ihm damit ebenfalls übergeben. Das bedeutet, diese CD-ROM kann den Reichtum des künstlerischen Schaffens sowohl unter einfachen Fragen - wie etwa nach bestimmten Künstlern oder Themen - vor Augen führen, als auch der eigentlichen kunsthistorischen Arbeit dienen. Sie eignet sich zum Bilderbuch nach selbst gewählten Vorgaben ebenso wie zum Werkzeug wissenschaftlicher Forschung.
Wallraf-Richartz-Museum Köln: Gemälde- und
Skulpturenbestand
(2000 Werke, 2500 Abb.)
ISBN 3-598-40309-7
--- Titel vergriffen/nicht mehr lieferbar ---
Systemanforderungen
- Microsoft Windows 98, Windows NT 4.0 Service Pack 6a, Windows 2000, XP
- Microsoft Internet Explorer 5.0, 6.0
- CPU mit 133 Mhz Taktfrequenz, 32 MB RAM (64 MB empfohlen)
- 30 MB freier Festplattenspeicher
- 800 x 600 Pixel/16 Bit (minimal)
- CD-ROM Laufwerk
- Unter Microsoft Windows NT, 2000 oder XP sind systemadministrative
Rechte zur Installation der CD erforderlich.


